Community Admins: GMod Server einrichten mit AppID 4020 und systemd
Praxisanleitung für deutschsprachige Community Admins: SteamCMD, AppID 4020, GSLT, systemd Autostart und UDP 27015 konfigurieren.
Praxisanleitung für deutschsprachige Community Admins: SteamCMD, AppID 4020, GSLT, systemd Autostart und UDP 27015 konfigurieren.
Installiere SteamCMD, lade damit AppID 4020 herunter, starte SRCDS mit einem gültigen GSLT‑Token und öffne den UDP‑Port 27015 in deiner Firewall. Für eine reine Testrunde reicht das auf einem VPS locker aus, für einen dauerhaften Community‑Server solltest du zusätzlich Autostart per systemd einrichten. Mit etwas Linux‑Erfahrung ist ein Garry’s Mod Server vergleichsweise schnell lauffähig ist. Wer sich den Verwaltungsaufwand sparen will, greift stattdessen zu Managed‑Hosting.
Kurz gesagt:
- Für einen dauerhaften Server sollte man eine systemd‑Automatisierung einrichten, um Neustarts nach Abstürzen zu gewährleisten.
- Um sichtbar zu sein, braucht der Server ein korrekt installiertes GSLT, das nicht im
server.cfgeingetragen, sondern bei Startbefehlen verwendet wird.- Pro Serverinstanz ist ein eigenes GSLT notwendig, da mehrere Nutzung eines Tokens zu Konflikten im Serverbrowser führt.
- Bei öffentlichen Servern ist ein DDoS‑Schutz unerlässlich, zudem sollte der Serverstandort nahe der Spielergemeinde gewählt werden.
- Die Portfreigabe für UDP 27015, 27020 und 27005 ist essenziell, um im Browser sichtbar zu sein und Verbindungsprobleme zu vermeiden.
Bevor du deinen Garry’s Mod Server einrichten kannst, brauchst du eine Entscheidung: eigener VPS oder gemanagter Gameserver. Ein VPS gibt dir volle Kontrolle über das Betriebssystem, verlangt aber Linux‑Grundkenntnisse für Firewall, Updates und Backups. Managed‑Hosting übernimmt Provisioning, DDoS‑Schutz und Backups automatisch und spart damit vor allem Zeit gegenüber der reinen Vermietung ohne Verwaltung.
Für die Hardware gelten grobe Richtwerte, je nach Spielerzahl und installierten Addons:
Die Hardwarevarianten hängen vom Spieleraufkommen ab, von kleineren Servern mit wenigen Kernen und wenigen Gigabyte RAM bis zu größeren Setups mit mehreren Kernen, viel RAM und ausreichend SSD-Speicher.
Wähle den Serverstandort nahe deiner Spielerbasis, das senkt den Ping merklich. Ein DDoS‑Schutz ist bei öffentlichen Servern kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung, da GMod‑Server regelmäßig Ziel von Angriffen sind.
Profi-Tipp: Rechne bei Rollenspiel‑ oder DarkRP‑Servern mit deutlich mehr RAM‑Bedarf als bei einer schlichten Sandbox‑Instanz. Viele Lua‑Skripte und Datenbank‑Anfragen treiben den Speicherverbrauch schnell nach oben.
SteamCMD ist das offizielle Kommandozeilen‑Werkzeug von Valve, mit dem du Garry’s Mod Dedicated Server (AppID 4020) herunterlädst und aktuell hältst. Unter Linux richtest du am besten einen eigenen, nicht‑root Benutzer ein, etwa mit dem Namen „steam“, bevor du SteamCMD entpackst.
/home/steam/gmodserver, und wechsle dorthin.steamcmd oder das offizielle Archiv der Valve Developer Wiki.steamcmd +login anonymous +force_install_dir /home/steam/gmodserver +app_update 4020 validate +quit.Für spätere Updates lohnt sich ein kleines Skript, etwa update_gmod.sh, das denselben Befehl automatisiert aufruft. Mach es mit chmod +x update_gmod.sh ausführbar. Die Facepunch Wiki für Linux‑Setups empfiehlt genau diesen non‑root Ansatz, weil ein root‑Betrieb bei Sicherheitslücken unnötige Risiken schafft.
Profi-Tipp: Verwechsle nicht force_install_dir mit dem aktuellen Arbeitsverzeichnis. Der Pfad muss vor +app_update gesetzt werden, sonst installiert SteamCMD in einen Ordner, den du später nicht wiederfindest.
Ohne Game Server Login Token wird dein Server im Browser heruntergestuft oder taucht gar nicht auf. Das GSLT erstellst du kostenlos über die Steamworks‑Seite von Valve, verknüpft mit deinem Steam‑Account und der AppID 4020.
Trag das Token direkt in die Startzeile ein, nicht in die server.cfg, denn Konfigurationsdateien landen häufiger versehentlich in öffentlichen Backups oder Repositories. Eine typische Startlinie unter Linux sieht so aus:
./srcds_run -game garrysmod +gamemode sandbox +map gm_construct +maxplayers 24 +sv_setsteamaccount DEIN_GSLT_TOKEN +host_workshop_collection 123456789srcds.exe mit denselben Parametern.Der Setup‑Leitfaden für dedizierte Garry’s Mod Server nennt genau dieses Problem als eine der häufigsten Ursachen, wenn ein Server zwar läuft, aber nicht sichtbar ist.
Die Collection‑ID findest du in der URL deiner Steam‑Workshop‑Sammlung. Sie wandert direkt in den Parameter +host_workshop_collection <ID> deiner Startzeile, wodurch der Server alle enthaltenen Addons automatisch lädt und an verbundene Clients verteilt.
resource.AddWorkshop in deinen Lua‑Skripten, wenn einzelne Addons unabhängig von der Collection erzwungen werden sollen.sv_downloadurl, damit Clients nicht über die langsame Standardübertragung laden.Eine überladene Collection ist einer der häufigsten Performance‑Killer: zu viele Addons erzeugen lange Ladezeiten und Lua‑Fehler, gerade beim ersten Verbindungsaufbau neuer Spieler.
Profi-Tipp: Teste neue Addons zuerst auf einer separaten Testinstanz, bevor du sie in die Produktions‑Collection aufnimmst. Ein einziges fehlerhaftes Skript kann den kompletten Server zum Absturz bringen.
Damit dein Garry’s Mod Server nach einem Reboot oder Absturz automatisch wieder hochfährt, brauchst du eine systemd‑Dienstdatei statt eines manuellen Starts per SSH.
/etc/systemd/system/gmod.service mit den Feldern User=steam, WorkingDirectory=/home/steam/gmodserver, ExecStart=/home/steam/gmodserver/srcds_run … und Restart=on-failure.LimitNOFILE=100000, um Probleme mit zu wenigen offenen Dateideskriptoren im Dauerbetrieb zu vermeiden, wie im ausführlichen ITPiran‑Tutorial beschrieben.systemctl enable gmod.service und starte ihn mit systemctl start gmod.service.journalctl -u gmod.service -f.Eine Alternative ist ein Cronjob mit @reboot, der ist simpler, bietet aber keine automatische Neustart‑Logik bei Abstürzen während des Betriebs.
Der Standard‑Spiel- und Query‑Port ist UDP 27015. Zusätzlich nutzt SourceTV häufig UDP 27020, und Clients verbinden sich lokal über UDP 27005. Fehlt eine Firewall‑Freigabe, taucht der Server im Browser nicht auf, selbst wenn der Prozess korrekt läuft.
Unter Ubuntu oder Debian gibst du die Ports mit ufw allow 27015/udp frei, prüfe den Status danach mit ufw status. Bei einer Fritzbox oder einem Router hinter CGNAT (Carrier‑Grade NAT) reicht Port‑Forwarding oft nicht aus, das erkennst du daran, dass externe Portchecks trotz korrekter Firewall‑Regeln fehlschlagen. In diesem Fall hilft nur ein Hoster mit echter öffentlicher IP oder ein VPN‑Tunnel.
Profi-Tipp: Teste die Erreichbarkeit immer von außerhalb deines eigenen Netzwerks, etwa über ein Mobilfunknetz. Ein Test aus dem gleichen LAN meldet den Port oft fälschlich als offen.
Garry’s Mod nutzt vor allem einen Kern intensiv für Physikberechnungen und Lua‑Ausführung. Ein Prozessor mit hoher Taktfrequenz pro Kern liefert deshalb spürbar bessere Ergebnisse als viele, aber langsamere Kerne, wie auch praxisnahe Setup‑Anleitungen bestätigen.
maxplayers realistisch zur verfügbaren Hardware, mehr Spieler bedeuten überproportional mehr Last.Wer die Grenzen von Einzelkern‑Performance ausreizt, findet ähnliche Überlegungen auch bei Rust‑Servern mit hohem Taktbedarf wieder, das Prinzip gilt für viele Source‑Engine‑Ableger.
Sichere regelmäßig die Ordner garrysmod/maps, garrysmod/addons und die Konfigurationsdateien in garrysmod/cfg. Ein einfacher rsync‑Cronjob auf einen zweiten Speicherort oder Objektspeicher reicht für die meisten Communitys völlig aus.
systemctl stop gmod.service.steamcmd +login anonymous +force_install_dir <pfad> +app_update 4020 validate +quit aus.Bei Problemen nach einem Update hilft oft ein Rollback auf die zuletzt funktionierende Sicherung der Konfigurationsdateien, während der Spielinhalt selbst über validate erneut synchronisiert wird.
Die häufigste Ursache für einen unsichtbaren Server ist ein fehlendes oder falsches GSLT in der Startzeile. Prüfe außerdem, ob sv_lan versehentlich auf 1 steht, das blendet deinen Server aus der öffentlichen Liste aus.
ss -uln oder dem älteren netstat -uln und vergleiche mit dem ufw status.journalctl -u gmod.service -n 100 auf Fehlermeldungen beim Start.+app_update 4020 validate die Dateiintegrität prüfen.Laut dem RedSwitches‑Setup‑Guide ist ein fehlendes GSLT der mit Abstand häufigste Grund für einen unsichtbaren, aber technisch laufenden Server.
Die meisten Probleme bei einem Garry’s Mod Server entstehen nicht durch fehlerhafte Hardware, sondern durch schlechte Betriebsorganisation. Trenne Test- und Produktionsserver konsequent, plane feste Wartungsfenster für Updates und begrenze die Anzahl aktiver Addons bewusst, statt jede interessante Erweiterung sofort live zu schalten.
Managed‑Hosting lohnt sich vor allem, wenn dir Linux‑Grundkenntnisse fehlen oder DDoS‑Schutz und Provisioning nicht selbst verwaltet werden sollen. Ein passender Support‑Kanal spart dabei oft mehr Zeit als jede zusätzliche Automatisierung.
— Erik
Wer die vorherigen Schritte einmal komplett durchgespielt hat, weiß: SteamCMD, GSLT, systemd und Firewall‑Regeln sind machbar, aber sie kosten Zeit, die man auch ins eigentliche Server‑Erlebnis stecken könnte. Genau hier setzt Garry’s Mod Hosting bei Nexthosting an. Provisioning, DDoS‑Schutz und Backups laufen automatisiert, ohne dass du selbst eine Firewall‑Regel schreiben oder einen systemd‑Dienst debuggen musst.
Das ist besonders für Communitys sinnvoll, die ohne tiefe Linux‑Kenntnisse einen zuverlässigen Server in Deutschland betreiben wollen, aber trotzdem Zugriff auf Workshop‑Collections, RCON und individuelle Startparameter behalten. Wer stattdessen lieber volle Root‑Kontrolle über das Betriebssystem möchte, findet mit einem VPS die passende Grundlage für die eigene Umsetzung. Schau dir die Produktseite an und vergleiche, welche Variante besser zu deinem Aufwand passt.
Für tiefere technische Fragen lohnt sich der direkte Blick in die Primärquellen. Die Facepunch Wiki zur Server‑Installation bleibt die verlässlichste Referenz für SteamCMD‑Befehle und AppID‑Details. Wer eine automatisierte Alternative zur manuellen Verwaltung sucht, findet mit LinuxGSM ein etabliertes Werkzeug, das Update‑ und Autostart‑Logik in einem einheitlichen Skript zusammenfasst. Für allgemeine SteamCMD‑Fragen jenseits von GMod hilft die Valve Developer Wiki weiter.
Installiere SteamCMD, lade damit AppID 4020 herunter, erstelle ein GSLT und starte den Server über srcds_run mit den passenden Parametern für Karte, Spielmodus und Spieleranzahl.
Du kannst zwischen einem eigenen VPS mit voller Kontrolle und einem Managed‑Angebot wie Nexthosting wählen, je nachdem, wie viel Verwaltungsaufwand du selbst übernehmen möchtest.
Nutze SteamCMD mit dem Befehl +app_update 4020 validate, um die Serverdateien herunterzuladen, und starte anschließend srcds_run mit gültigem GSLT und den gewünschten Startparametern.
Neben den Basisdateien von AppID 4020 benötigst du den TTT‑Spielmodus, passende Karten aus dem Workshop und ausreichend RAM für die zusätzlichen Rollenlogik‑Skripte. Bei Rollenspiel‑Servern kann der RAM‑Bedarf deutlich höher sein als bei einer schlichten Sandbox‑Instanz.
Mindestens UDP 27015 für das Hauptspiel, ergänzt durch UDP 27020 für SourceTV und UDP 27005 für lokale Client‑Verbindungen.