ARK Server einrichten: Schritt für Schritt zum eigenen Dedicated Server
Beim Einrichten eines Servers für ARK lernen Sie, wie Sie SteamCMD installieren, Ports freigeben, RCON abschotten und Autostart einrichten, damit Ihr...
Beim Einrichten eines Servers für ARK lernen Sie, wie Sie SteamCMD installieren, Ports freigeben, RCON abschotten und Autostart einrichten, damit Ihr...
Ein ARK-Server läuft, sobald Sie SteamCMD mit der richtigen App-ID installiert haben (2430930 für ARK: Survival Ascended, 376030 für ARK: Survival Evolved), die Ports 7777, 7778 und 27015 per UDP freigeben und RCON auf Port 27020 konsequent vom Internet abschotten. Danach sorgt ein Autostart über systemd oder den Windows Task Scheduler dafür, dass der Server auch nach einem Neustart wieder online geht. Wer sich den Aufwand mit Portfreigabe und Wartung sparen will, prüft alternativ einen gemieteten Server bei einem Hosting-Anbieter.
Kurz gesagt:
- Für einen stabilen ARK-Server sollten mindestens 16 GB RAM und eine SSD genutzt werden, bei mehr Spielern oder Mods sind 16 GB oder mehr empfohlen.
- Portfreigaben für UDP 7777, 7778 und UDP 27015 sowie die Einschränkung des RCON-Ports auf lokale Zugriffe sind zwingend erforderlich.
- Bei mehr als 10 bis 15 Spielern oder einer umfangreichen Mod-Liste lohnt sich ein VPS oder Dedizierter Server in einem Rechenzentrum meist wirtschaftlich gesehen.
- Nutzer sollten bei der Serverinstallation die App-ID 2430930 für ASA oder 376030 für ASE beachten, um Fehlermeldungen zu vermeiden.
- Automatischer Serverstart per systemd oder Task Scheduler erhöht die Betriebszeit, während regelmäßiges Backup der Speicherstände und sichere RCON-Konfiguration die Sicherheit stärkt.
Bevor Sie eine Zeile SteamCMD-Befehl tippen, steht eine wichtigere Entscheidung an: Wo soll der Server eigentlich laufen? Der eigene Rechner zu Hause ist die günstigste Variante und gibt Ihnen volle Kontrolle über Hardware und Konfiguration. Der Haken liegt im Detail, den viele erst beim ersten Ruckler bemerken.
Ein Heimanschluss hat meist ein deutlich kleineres Upload-Limit als Download-Limit, und genau der Upload zählt beim Hosting. Kommt der Router ins Stocken, merken das alle Spieler gleichzeitig als Lag. Dazu kommt: Ihr Server ist nur online, solange Ihr PC läuft, und gegen einen DDoS-Angriff hat ein privater Anschluss so gut wie keine Abwehr.
Ein VPS oder Dedicated Server in einem Rechenzentrum löst beide Probleme auf einen Schlag:
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: geplante Spielerzahl, Modumfang und wie viel Zeit Sie in Wartung stecken wollen. Bei mehr als 10 bis 15 Spielern oder einer größeren Mod-Liste wird ein ARK Server bei Nexthosting meist wirtschaftlicher als eine Heimlösung, sobald man Stromkosten und Zeitaufwand mit einrechnet.
ARK ist notorisch anspruchsvoll, das gilt für Survival Evolved genauso wie für Survival Ascended. Als Einstieg gelten 8 GB RAM, doch das reicht nur für einen kleinen, unmodifizierten Server mit wenigen Spielern. Sobald Mods, mehr Karten-Instanzen oder über 20 Spieler dazukommen, sollten Sie eher mit 16 GB oder mehr planen.
Bei der CPU zählt vor allem die Einzelkern-Leistung, da die Server-Engine viele Berechnungen nicht sauber über mehrere Kerne verteilt. Mehr Kerne helfen trotzdem, sobald mehrere Server-Instanzen oder Cluster-Maps auf derselben Maschine laufen.
Speicherplatz und Festplattentyp:
Profi-Tipp: Rechnen Sie beim Upload nicht nur mit der reinen Spielerzahl. Zehn aktive Spieler mit vielen Tames und Basen erzeugen spürbar mehr Datenverkehr als zehn Spieler auf einer leeren Karte. Wer knapp kalkuliert, bekommt die Rechnung in Form von Rubberbanding präsentiert.
Ein 64-Bit-Betriebssystem ist dringend empfohlen, da der Server sonst möglicherweise nicht startet. Windows Server und aktuelle Linux-Distributionen wie Debian oder Ubuntu funktionieren beide, wobei ASA unter Linux zusätzliche Schritte über Wine braucht, dazu gleich mehr.
SteamCMD ist das Kommandozeilen-Werkzeug, mit dem Sie den Server ohne grafische Steam-Oberfläche herunterladen und aktualisieren. Der entscheidende Punkt, an dem viele Anleitungen im Netz durcheinanderkommen, ist die richtige App-ID.
Die Installation eines ARK: Survival Ascended Dedicated Servers erfolgt mit der App-ID 2430930. Wer stattdessen noch ARK: Survival Evolved betreibt, braucht die App-ID 376030. Verwechseln Sie die beiden IDs, lädt SteamCMD entweder das falsche Spiel oder bricht mit einer Fehlermeldung ab.
C:\arkserver oder /home/ark/arkserver, und nutzen Sie diesen Pfad konsequent über force_install_dirvalidate an den Befehl an, das verhindert korrupte Installationen durch abgebrochene DownloadsDas Validate-Flag bei app_update wirkt unscheinbar, verhindert in der Praxis aber die meisten Startfehler durch unvollständige Downloads.
Unter Windows läuft die Installation vergleichsweise geradlinig ab. Sie brauchen SteamCMD, einen Installationsordner und ein sauberes Startskript.
C:\steamcmdsteamcmd.exe und führen Sie beim ersten Start login anonymous ausapp_update 2430930 validate (für ASA) oder app_update 376030 validate (für ASE) und geben Sie den Zielordner über force_install_dir anstart_server.bat mit dem Startbefehl der Server-Executable, den Map-Parametern nach dem Fragezeichen und den zusätzlichen Bindestrich-Flags danach Starten Sie den Server lokal und verbinden Sie sich im Spiel über die interne Adresse 127.0.0.1, um die Grundfunktion zu prüfenDer häufigste Fehler beim Startskript liegt in der Parametersyntax: Kartenoptionen wie Sitzungsname oder Serverpasswort gehören hinter das Fragezeichen im Query-String, technische Flags wie der Port dagegen als eigenständige Bindestrich-Parameter dahinter. Wird der Port fälschlich in den Query-String geschrieben statt als -port= gesetzt, fällt der Server oft stillschweigend auf den Standardport 7777 zurück, ohne eine Fehlermeldung auszugeben.
Profi-Tipp: Testen Sie das Startskript zuerst ohne Autostart-Einbindung. Erst wenn der Server sauber hochfährt und lokal erreichbar ist, lohnt es sich, ihn in den Task Scheduler einzubinden.
Für Linux-Betreiber sieht der Ablauf etwas anders aus, besonders bei ARK: Survival Ascended, da hierfür kein natives Linux-Binary existiert.
ark, und installieren Sie SteamCMD über den Paketmanager Ihrer Distributionsteamcmd +login anonymous +force_install_dir /home/ark/arkserver +app_update 376030 validate +quit für ASExvfb-run, um eine virtuelle Anzeige ohne echten Bildschirm bereitzustellen Konfigurieren Sie Dateirechte und ulimit-Werte für den ark-Nutzer, damit der Prozess genug offene Dateideskriptoren zur Verfügung hatExecStartPre vor jedem Start automatisch ein SteamCMD-Update mit validate ausführtDer Vize-Umweg für ASA funktioniert in der Praxis meist zuverlässig, verdient aber ein paar Testläufe unter realer Last, bevor Sie sich darauf verlassen. Wer diesen zusätzlichen Konfigurationsschritt vermeiden will, findet in einem vorkonfigurierten ARK Server bei Nexthosting eine Umgebung, in der das bereits eingerichtet ist.
Ein Server, der nur läuft, solange ein Konsolenfenster geöffnet bleibt, ist für den dauerhaften Betrieb ungeeignet. Ein Absturz, ein Neustart des Rechners oder ein versehentlich geschlossenes Terminal, und die Community steht vor einem Timeout.
Unter Linux übernimmt systemd diese Aufgabe zuverlässig. Der Service startet den Server nach jedem Boot automatisch, startet ihn bei einem Absturz neu und lässt sich mit einem ExecStartPreEintrag so konfigurieren, dass vor jedem Start ein SteamCMD-Update mit validate durchläuft. Wichtig dabei: Setzen Sie in der Service-Datei einen eingeschränkten User= und Group= statt Root, das begrenzt den Schaden im Falle einer Kompromittierung.
Unter Windows übernimmt der Task Scheduler dieselbe Rolle. Entscheidend sind zwei Einstellungen:
Profi-Tipp: Prüfen Sie nach jedem Update die Logs, bevor Sie den Server für Spieler freigeben. Ein fehlgeschlagenes Validate zeigt sich oft erst beim nächsten Absturz, nicht sofort beim Update selbst.
Ohne korrekte Portfreigabe bleibt Ihr Server für andere Spieler unsichtbar, egal wie sauber die Installation sonst gelaufen ist. Das ARK-Community-Wiki listet die Standardports, die für einen Server ohne Cluster-Betrieb nötig sind.
| Port | Protokoll | Funktion |
|---|---|---|
| 7777 | UDP | Gameplay-Datenverkehr |
| 7778 | UDP | Peer-Verbindung, zweiter Gameplay-Port |
| 27015 | UDP | Server-Query, sorgt für Sichtbarkeit im Serverbrowser |
| 27020 | TCP | RCON, ausschließlich lokal oder per VPN erreichbar halten |
Unter Windows legen Sie für die UDP-Ports eingehende Regeln in der Windows-Firewall an, jeweils für das eigene Startskript oder die Server-Executable. Unter Linux erledigen Sie das mit ufw allow 7777/udp, ufw allow 7778/udp und ufw allow 27015/udp, alternativ direkt über iptables-Regeln.
Am Router brauchen Sie zusätzlich eine Portweiterleitung auf die interne IP-Adresse des Servers. Vergeben Sie dafür am besten eine feste LAN-IP oder eine DHCP-Reservierung, damit die Weiterleitung nach einem Router-Neustart nicht ins Leere zeigt. Ob die Ports tatsächlich erreichbar sind, prüfen Sie mit einem externen Port-Checker oder indem ein Freund außerhalb Ihres Netzwerks versucht, sich zu verbinden.
RCON ist die Fernwartungsschnittstelle für Admin-Befehle, und genau deshalb sollte sie niemals offen im Internet stehen. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt das ARK-Wiki, RCON entweder lokal zu belassen oder nur über einen VPN- beziehungsweise SSH-Tunnel zugänglich zu machen.
ServerAdminPassword setzen und in einem Passwortmanager statt in einer Textdatei ablegenProfi-Tipp: Legen Sie mindestens drei Backup-Generationen an, nicht nur die letzte. Ein beschädigter Save wird manchmal erst nach mehreren Stunden bemerkt, dann ist das aktuellste Backup unter Umständen bereits genauso defekt.
Mods sind bei ARK fast schon Standard, egal ob über den Steam Workshop oder CurseForge bezogen. Das Problem ist selten die Installation selbst, sondern die Unterschätzung des Platzbedarfs.
Ein Server, der wegen voller Festplatte nicht mehr speichern kann, verliert im schlimmsten Fall den kompletten Fortschritt der letzten Stunden. Ein einfacher Platzalarm oder ein wöchentlicher manueller Check reicht oft schon, um das zu verhindern.
Der Server ist installiert, die Ports sind offen, trotzdem verbindet sich niemand. Bevor Sie verzweifeln, arbeiten Sie diese Reihenfolge ab.
netstat (Windows) oder ss/lsof (Linux), ob der Serverprozess tatsächlich auf den erwarteten Ports lauscht127.0.0.1, danach von einem externen Netz aus, um Router- von Softwareproblemen zu unterscheidenWenn trotz aller Schritte nichts hilft, bleiben meist drei Verdächtige übrig: volle Festplatte, falsche Dateirechte oder eine hartnäckige Firewall-Regel. Wer selbst nicht mehr weiterkommt, kann bei einem gemieteten Server auf den technischen Support des Anbieters zurückgreifen.
Selbsthosten funktioniert, keine Frage. Doch mit wachsender Community wiegen Downtime, Portprobleme und Backup-Pflege schwerer als die gesparten Kosten. Professionelles Hosting mit deutschem Standort und DDoS-Schutz nimmt genau diese Last ab.
— Erik
Wer die Schritte bis hierhin durchgearbeitet hat, weiß: Ein ARK-Server läuft nicht einfach nebenbei. Portfreigaben, Autostart-Konfiguration, Backup-Rotation und die ständige Kontrolle des freien Speicherplatzes summieren sich zu echtem Wartungsaufwand, gerade wenn die Community wächst und mehrere Mods dazukommen.
Hosting-Anbieter übernehmen genau diesen Teil. Die Server stehen oft an einem deutschen Standort, laufen mit DDoS-Schutz und lassen sich über ein Control Panel verwalten, ohne dass Sie selbst Portweiterleitungen am heimischen Router einrichten müssen. Die Bereitstellung erfolgt in der Regel schnell, und bei technischen Fragen steht der Support zur Seite, statt Sie mit Logs und iptables-Regeln allein zu lassen.
Wer lieber sofort spielt statt SteamCMD-Befehle zu debuggen, findet die passende Übersicht auf der Seite für den ARK Server mieten. Für Betreiber, die zusätzlich mehr Kontrolle über die Serverumgebung wollen, etwa für mehrere Spiele auf derselben Maschine, lohnt sich ein Blick auf die VPS-Optionen von Nexthosting.
Sie installieren den Server über SteamCMD mit der passenden App-ID (2430930 für ASA, 376030 für ASE), öffnen die Ports 7777, 7778 und 27015 per UDP und richten einen Autostart über systemd oder Task Scheduler ein. RCON auf Port 27020 sollte dabei ausschließlich lokal oder per VPN erreichbar bleiben, wie das ARK-Community-Wiki empfiehlt.
Kostenlos ist im engeren Sinn nur das Selbsthosten auf der eigenen Hardware, da SteamCMD und die Server-Software selbst nichts kosten. Sie zahlen dann indirekt über Strom, Internetanschluss und Ihre eigene Zeit für Wartung, Backups und Fehlersuche.
Das hängt von Spielerzahl, gewünschtem Standort und Supportanspruch ab. Für Betreiber, die deutschen Serverstandort, DDoS-Schutz und schnelle Bereitstellung suchen, ist ein ARK Server bei Nexthosting eine praktische Option, die den technischen Vorbereitungsaufwand aus diesem Artikel bereits abnimmt.
Laden Sie SteamCMD herunter, installieren Sie den Server mit der korrekten App-ID und validate-Flag, konfigurieren Sie ein Startskript mit sauberer Parametersyntax und öffnen Sie die nötigen Ports an Firewall und Router. Für dauerhaften Betrieb kommt danach noch ein Autostart-Mechanismus über systemd oder Task Scheduler dazu.