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Nexthosting Guide

Ports für Gameserver: Welche du brauchst und wie du sie freigibst

Standard-Ports für Minecraft, FiveM und Garry's Mod, Freigabe unter Windows, Linux und im Router sowie Sicherheitstipps für deinen Gameserver.

18.10.2026 1 Aufrufe
Ports für Gameserver: Welche du brauchst und wie du sie freigibst

Damit Mitspieler deinen Gameserver erreichen, muss der richtige Port an drei Stellen offen sein: in der Konfiguration des Spiels, in der Firewall des Servers und, falls du zu Hause hostest, im Router. Minecraft Java nutzt standardmäßig 25565, FiveM 30120 und Garry’s Mod 27015, jeweils mit eigenen Anforderungen an TCP und UDP. In diesem Leitfaden findest du die Standard-Ports der wichtigsten Spiele, die Befehle für Windows und Linux, typische Fehlerquellen und die Sicherheitsregeln, mit denen du nur so viel öffnest wie nötig.

Nexthosting
Gameserver passend hosten
Nexthosting bietet Hosting für Minecraft, FiveM und Garry’s Mod sowie VPS und Dedicated Server für eigene Gameserver-Projekte.

TL;DR

  • Standard-Ports: Minecraft Java 25565, Minecraft Bedrock 19132 und 19133, FiveM 30120, Garry’s Mod 27015. Die meisten Spiele brauchen UDP, viele zusätzlich TCP.
  • Drei Ebenen prüfen: Spielkonfiguration (server.properties, server.cfg, Startparameter), Betriebssystem-Firewall und Router oder Provider-Firewall.
  • Nur gezielt öffnen: Gib einzelne Ports mit dem passenden Protokoll frei, keine ganzen Bereiche und keine Verwaltungsdienste wie RDP ins offene Internet.
  • Mehrere Server auf einem VPS: Jede Instanz braucht einen eigenen Port, der in Konfiguration und Firewall identisch eingetragen ist.
  • Gemieteter Gameserver: IP und Port bekommst du in der Regel vom Anbieter zugewiesen, Router-Freigaben entfallen komplett.

Inhaltsverzeichnis

Was ein Port ist und warum TCP und UDP zählen

Eine IP-Adresse führt Datenpakete zum richtigen Rechner. Der Port entscheidet, welches Programm auf diesem Rechner die Pakete bekommt. Auf einem einzigen Server können so ein Minecraft-Server, ein FiveM-Server und ein Webserver parallel laufen, weil jeder auf einem eigenen Port lauscht. Ports sind Zahlen von 0 bis 65535; Dienste wie HTTP (80) und HTTPS (443) belegen feste, bekannte Nummern, Spiele nutzen meist höhere Bereiche.

Wichtig ist das Protokoll:

  • UDP ist schnell und verbindungslos. Spiele schicken darüber Positionsdaten, Bewegungen und Treffer, weil ein verlorenes Paket weniger schadet als eine Verzögerung.
  • TCP stellt sicher, dass jedes Paket ankommt. Es wird oft für Verbindungsaufbau, Server-Listen, Downloads von Ressourcen oder Fernwartung (RCON) genutzt.

Eine Freigabe gilt immer für ein Protokoll. Wer nur TCP 30120 öffnet, obwohl FiveM zusätzlich UDP braucht, bekommt einen Server, der zwar in Listen auftaucht, bei dem aber Verbindungen abbrechen oder gar nicht zustande kommen. Genau diese Halb-Freigaben sind einer der häufigsten Gründe für Support-Anfragen.

Die wichtigsten Standard-Ports im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt die Standard-Ports der Spiele, die in deutschen Communities am häufigsten selbst gehostet werden. Alle Werte stammen aus der offiziellen Dokumentation oder dem Wiki des jeweiligen Spiels.

Spiel Standard-Port Protokoll Wo du ihn änderst
Minecraft Java Edition 25565 TCP/UDP server.properties (server-port, query.port)
Minecraft Bedrock Edition 19132, 19133 UDP server.properties des Bedrock-Servers
FiveM (FXServer) 30120 TCP und UDP server.cfg (endpoint_add_tcp, endpoint_add_udp)
Garry’s Mod 27015 TCP/UDP Startparameter -port
Source-Spiele (SRCDS), SourceTV 27015, 27020 TCP/UDP, UDP Startparameter

Minecraft Java und Bedrock

Laut Minecraft-Hilfecenter zu Netzwerkfehlern nutzt die Java Edition Port 25565; für Bedrock und Realms nennt Mojang zusätzlich 19132 und 19133 und bei Verbindungsproblemen weitere Ports wie 80 und 443. Diese beiden musst du auf deinem Gameserver in der Regel nicht öffnen: Sie betreffen vor allem die Verbindung des Spielers zu Mojangs eigenen Diensten.

In der server.properties lohnt ein Blick auf zwei Einträge: server-port legt fest, worauf der Server lauscht, query.port ist für Abfragen durch Server-Listen und Status-Tools zuständig. Die offizielle Anleitung zum Java-Server weist ausdrücklich darauf hin, dass der query.port der Port ist, den du im Router weiterleiten musst. Lass beide Werte im Normalfall identisch, das spart dir eine Fehlerquelle.

FiveM

Der FXServer bindet laut Cfx-Dokumentation zum Vanilla-Server standardmäßig Port 30120, und zwar für TCP und UDP getrennt. In der server.cfg stehen dafür zwei Zeilen:

endpoint_add_tcp "0.0.0.0:30120"
endpoint_add_udp "0.0.0.0:30120"

Änderst du den Port, etwa auf 30121 für einen zweiten Server oder ein Proxy-Setup, müssen beide Zeilen denselben neuen Wert bekommen. Ein Server, der TCP auf 30121 und UDP noch auf 30120 bindet, startet zwar, ist aber für Spieler praktisch kaputt. Danach gibst du den neuen Port in der Firewall frei, ebenfalls für beide Protokolle.

Garry’s Mod und andere Source-Spiele

Garry’s Mod nutzt Port 27015; das Garry’s Mod Wiki zeigt bei lokal gehosteten Spielen genau diese Adresse (localhost:27015). Spieler verbinden sich über IP:Port, zum Beispiel per Konsole mit connect. Für Source-Dedicated-Server allgemein listet eine Übersicht der Steam-Gameserver-Ports 27015 TCP/UDP für Spieldaten, Pings und RCON sowie 27020 UDP für SourceTV. Brauchst du kein SourceTV, bleibt 27020 geschlossen.

Für Rust, ARK und andere Titel gilt dasselbe Prinzip: Schau in die Dokumentation deines Server-Builds, welche Ports für Spiel, Query und RCON vorgesehen sind, und öffne nur diese. Bei gemieteten Gameservern stehen die zugewiesenen Ports meist direkt im Control Panel.

Die drei Ebenen einer Portfreigabe

Ein Port ist erst dann erreichbar, wenn alle Stationen auf dem Weg ihn durchlassen. Gehe bei der Einrichtung immer in dieser Reihenfolge vor:

  1. Spielkonfiguration: Der Server muss auf dem Port lauschen, den du freigeben willst. Prüfe server.properties, server.cfg oder die Startparameter.
  2. Firewall des Betriebssystems: Windows Defender Firewall oder unter Linux etwa ufw beziehungsweise nftables müssen eingehende Verbindungen auf diesem Port und Protokoll erlauben.
  3. Netzwerkgrenze: Zu Hause ist das dein Router mit Port-Forwarding auf die lokale IP des Rechners. Bei einem VPS oder Root-Server kann es zusätzlich eine Firewall im Kundenbereich des Anbieters geben.

Fehlt eine Ebene, sieht das Ergebnis für Spieler gleich aus: Zeitüberschreitung beim Verbinden. Deshalb lohnt es sich, bei Problemen nicht wild weitere Ports zu öffnen, sondern Ebene für Ebene zu prüfen.

Ports unter Windows Server freigeben

Unter Windows ist PowerShell der schnellste und nachvollziehbarste Weg. Microsoft zeigt in einem Beitrag zum Öffnen von Ports mit PowerShell das Cmdlet New-NetFirewallRule. Für einen Minecraft-Server sieht das so aus:

New-NetFirewallRule -DisplayName "Minecraft TCP" -Direction Inbound -Protocol TCP -LocalPort 25565 -Action Allow
New-NetFirewallRule -DisplayName "Minecraft UDP" -Direction Inbound -Protocol UDP -LocalPort 25565 -Action Allow

Für FiveM ersetzt du 25565 durch 30120, für Garry’s Mod durch 27015. Pro Protokoll brauchst du eine eigene Regel.

Ein Detail, das oft übersehen wird, sind die Netzwerkprofile. Windows unterscheidet zwischen Domain, Private und Public. Gilt deine Regel nur für ein Profil, das an der Netzwerkkarte gerade nicht aktiv ist, wird sie ignoriert. Mit dem Parameter -Profile legst du fest, wo die Regel greift. Mit Get-NetConnectionProfile siehst du, welches Profil aktiv ist.

Tipp: Vergib sprechende Namen wie “FiveM UDP 30120”. Wenn du Monate später aufräumst, erkennst du sofort, welche Regel zu welchem Dienst gehört.

Ports unter Linux freigeben

Auf Linux-VPS und Root-Servern ist unter Ubuntu und Debian häufig ufw im Einsatz. Die Befehle sind kurz:

sudo ufw allow 22/tcp
sudo ufw allow 30120/tcp
sudo ufw allow 30120/udp
sudo ufw enable
sudo ufw status numbered

Achtung: Erlaube SSH (Port 22 oder deinen geänderten SSH-Port), bevor du ufw aktivierst. Sonst sperrst du dich selbst aus und kommst nur noch über die Notfall-Konsole deines Anbieters auf den Server. Arbeitest du mit einer anderen Firewall wie nftables oder firewalld, gilt dieselbe Logik mit anderer Syntax.

Prüfe danach mit ss -tulpen, ob dein Gameserver wirklich auf dem erwarteten Port lauscht. Steht dort 127.0.0.1 statt 0.0.0.0 oder der öffentlichen IP, nimmt der Server nur lokale Verbindungen an, egal wie die Firewall eingestellt ist.

Port-Forwarding am Heimrouter

Hostest du auf dem eigenen PC, musst du im Router eine Weiterleitung anlegen. Die Menüs heißen je nach Gerät “Portfreigabe”, “Port Forwarding” oder “Freigaben”, das Prinzip ist immer gleich:

  • Externer Port (zum Beispiel 25565)
  • Protokoll (TCP, UDP oder beides)
  • Lokale IP-Adresse des Rechners, auf dem der Server läuft
  • Interner Port (meist identisch mit dem externen)

Gib dem Server-PC im Router eine feste lokale IP, sonst zeigt die Weiterleitung nach einem Neustart womöglich ins Leere. Zwei weitere Punkte machen das Heim-Hosting oft mühsam: Viele Anschlüsse bekommen keine eigene öffentliche IPv4-Adresse mehr, sodass Port-Forwarding von außen gar nicht greift. Und die Upload-Bandbreite eines Privatanschlusses reicht bei wachsender Spielerzahl schnell nicht mehr aus. Außerdem liegt deine Heim-IP dann offen bei allen Spielern, was dich für DDoS-Angriffe angreifbar macht.

Mehrere Server auf einem VPS: Port-Konflikte vermeiden

Auf einem VPS oder Root-Server kannst du mehrere Instanzen betreiben, etwa einen FiveM-Testserver neben dem Live-Server oder mehrere Minecraft-Welten. Zwei Programme können aber nicht gleichzeitig denselben Port auf derselben IP belegen. Bewährt hat sich ein einfaches Schema:

Instanz Port Konfiguration
FiveM Live 30120 TCP/UDP server.cfg, beide endpoint-Zeilen
FiveM Test 30121 TCP/UDP server.cfg, beide endpoint-Zeilen
Minecraft Survival 25565 TCP/UDP server-port und query.port
Minecraft Creative 25566 TCP/UDP server-port und query.port

Halte das Schema in einer kurzen Notiz fest, zusammen mit den passenden Firewall-Regeln. Wer eine neue Instanz startet, trägt den Port dort ein, bevor er ihn konfiguriert. So vermeidest du den Klassiker: Der Port ist in der Spielkonfiguration geändert, aber in der Firewall nie freigegeben worden.

Sicherheit: nur öffnen, was gebraucht wird

Jeder offene Port ist eine Tür nach außen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beschreibt im IT-Grundschutz-Baustein NET.3.2 Firewall, wie Firewalls aufgebaut, konfiguriert und betrieben werden sollten. Für Gameserver übersetzt heißt das: Alles ist zu, und du erlaubst gezielt nur die Ports, die dein Spiel wirklich braucht.

Praktisch bedeutet das:

  • Keine Port-Bereiche “zur Sicherheit” öffnen. Ein Bereich wie 27000 bis 28000 mag Verbindungsprobleme kaschieren, öffnet aber Dienste, an die du nicht gedacht hast.
  • Fernwartung schützen. Windows Remote Desktop lauscht laut Microsoft Learn standardmäßig auf Port 3389. Einen anderen Port zu wählen senkt nur das Grundrauschen automatisierter Scans. Besser ist es, den Zugriff auf deine eigene IP oder ein VPN zu beschränken.
  • RCON nicht offen ins Netz stellen. Wenn dein Spiel RCON auf einem eigenen Port anbietet, nutze ein starkes Passwort und beschränke den Zugriff wenn möglich auf bekannte IPs.
  • Regeln regelmäßig aufräumen. Ein alter Testserver ist abgeschaltet, seine Freigabe bleibt aber oft jahrelang bestehen.

Fehlersuche: Der Server ist nicht erreichbar

Wenn Spieler nicht auf deinen Server kommen, arbeite diese Liste von oben nach unten ab:

  1. Läuft der Server und lauscht er? Unter Linux mit ss -tulpen, unter Windows mit netstat -ano prüfen, ob der Port auftaucht.
  2. Stimmt das Protokoll? Ist UDP freigegeben, wenn das Spiel UDP nutzt? Bei FiveM müssen TCP und UDP offen sein.
  3. Stimmt die Bindung? 127.0.0.1 nimmt nur lokale Verbindungen an.
  4. Greift die Firewall-Regel? Unter Windows Profil prüfen, unter Linux ufw status numbered.
  5. Router oder Provider-Firewall? Weiterleitung auf die richtige lokale IP, Firewall im Kundenbereich des Anbieters.
  6. Richtige Adresse beim Spieler? Bei abweichenden Ports muss der Port in der Adresse stehen, etwa 203.0.113.10:25566.

Hilfreich ist ein Test von einem Rechner außerhalb deines Netzes, zum Beispiel über das Smartphone-Netz. Ein Test aus dem eigenen WLAN sagt wenig darüber aus, ob Spieler von außen durchkommen.

Unsere Sicht aus dem Hosting-Alltag

Wir sehen Port-Probleme fast immer an derselben Stelle: nicht bei der ersten Einrichtung, sondern bei der ersten Änderung. Ein zweiter FiveM-Server kommt dazu, eine Minecraft-Instanz wird kopiert, der Port in der Konfiguration angepasst, und die Firewall bleibt auf dem alten Stand. Deshalb raten wir dir, Ports wie Zugangsdaten zu behandeln: dokumentiert, mit klarer Zuordnung und ohne “wird schon passen”.

Unsere zweite Erfahrung betrifft die Sicherheit. Ein offener Spiele-Port ist kein Risiko an sich, er ist ja dafür da. Riskant werden die Nebenwege: offene Fernwartung, vergessene Test-Ports und Heim-IPs, die über einen selbst gehosteten Server bei jedem Mitspieler landen. Wer eine Community mit vielen Spielern betreibt, fährt mit einem Server im Rechenzentrum besser, weil die Heimleitung nicht mehr das Ziel ist und DDoS-Schutz auf Netzwerkebene greift.

Und schließlich: Je weniger du an Ports, Routern und Firewalls basteln musst, desto mehr Zeit bleibt für das, worum es eigentlich geht, deinen Server und deine Spieler.

— Erik

Gameserver und VPS bei Nexthosting

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Häufige Fragen zu Ports für Gameserver

Welchen Port braucht ein Minecraft-Server?

Die Java Edition nutzt standardmäßig Port 25565 über TCP und UDP, die Bedrock Edition die UDP-Ports 19132 und 19133. Du kannst den Port in der server.properties ändern, musst ihn dann aber auch in der Firewall und gegebenenfalls im Router anpassen. Spieler hängen einen abweichenden Port mit Doppelpunkt an die Adresse an.

Wie gebe ich Ports in Windows frei?

Am schnellsten geht es per PowerShell mit New-NetFirewallRule, je eine Regel für TCP und UDP. Alternativ legst du in der Windows Defender Firewall unter “Erweiterte Einstellungen” eine neue eingehende Regel für den Port an. Achte darauf, dass die Regel für das aktive Netzwerkprofil gilt.

Muss ich Port 80 für einen Gameserver freigeben?

Nein, für den Spielbetrieb brauchst du Port 80 auf deinem Server nicht. Er ist für Webserver gedacht und wird nur relevant, wenn du auf derselben Maschine eine Website, ein Dashboard oder einen Ressourcen-Download per HTTP anbietest. Öffne ihn nur in diesem Fall.

Brauche ich Port-Forwarding bei einem gemieteten Gameserver?

Nein. Ein gemieteter Gameserver hat eine öffentliche IP im Rechenzentrum, Port-Forwarding am Heimrouter entfällt. Bei einem VPS oder Root-Server verwaltest du die Firewall dagegen selbst und gibst die benötigten Ports dort frei.

Quellen