Rust Server Mods: Plugins mit Oxide und Carbon installieren
Rust Server Mods einrichten: So installierst du Oxide (uMod) oder Carbon, lädst Plugins hoch, vergibst Rechte und hältst deinen Server nach Updates stabil.
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Rust Server Mods einrichten: So installierst du Oxide (uMod) oder Carbon, lädst Plugins hoch, vergibst Rechte und hältst deinen Server nach Updates stabil.
Mods auf einem Rust-Server sind serverseitige Plugins: kleine C#-Dateien, die ein Modding-Framework wie Oxide (uMod) oder Carbon lädt. Deine Spieler müssen nichts herunterladen, sie verbinden sich ganz normal. Du brauchst also drei Dinge: einen Server mit installiertem Framework, die passenden Plugin-Dateien und die richtigen Berechtigungen. In diesem Leitfaden zeigen wir dir, wie du Oxide oder Carbon einrichtest, Plugins installierst und konfigurierst und deinen Server dabei stabil hältst.
.cs-Datei in den Ordner oxide/plugins (bzw. carbon/plugins) legst.oxide.grant vergibst.Anders als bei Minecraft oder Garry’s Mod gibt es bei Rust keine Client-Mods, die Spieler selbst installieren. Alles, was du veränderst, passiert auf dem Server. Das Spiel selbst bietet dafür keine eingebaute Plugin-Schnittstelle. Diese Lücke füllen Modding-Frameworks: Sie klinken sich in den Rust-Dedicated-Server ein und stellen Plugins sogenannte Hooks zur Verfügung.
Ein Hook ist laut Facepunch-Wiki die Stelle, an der das Framework den Code deines Plugins aufruft, sobald im Spiel eine bestimmte Aktion passiert. Beispiele sind:
Ein Plugin kann an diesen Punkten eingreifen und das Standardverhalten ändern. Ein Loot-Plugin tauscht zum Beispiel den Inhalt von Kisten aus, ein Teleport-Plugin fügt Chatbefehle hinzu, ein Admin-Plugin protokolliert, was auf dem Server passiert. Betroffen sind dabei meist Entities: Das Modding-Overview im Rust-Wiki beschreibt sie als alles, was zur Laufzeit gespawnt wird und dessen Änderungen an die Clients übertragen werden, etwa Kisten oder Spieler.
Für dich als Betreiber heißt das: Du schreibst in der Regel keinen Code. Du wählst fertige Plugins aus, legst sie in den richtigen Ordner und passt ihre Konfigurationsdatei an.
Bevor du das erste Plugin hochlädst, entscheidest du dich für ein Framework. Beide gleichzeitig zu betreiben, ist keine gute Idee. Wähle eines und bleib dabei.
| Kriterium | Oxide (uMod) | Carbon |
|---|---|---|
| Verbreitung | Etablierter Standard seit vielen Jahren | Neueres Framework |
| Plugin-Auswahl | Sehr große Bibliothek auf uMod und Marktplätzen | Nutzt weitgehend dieselben Plugins |
| Fokus | Kompatibilität und Stabilität | Performance und geringer Overhead |
| Plugin-Ordner | oxide/plugins |
carbon/plugins |
| Konsolenbefehle | oxide.reload, oxide.grant |
c.reload, c.grant |
| Geeignet für | Einsteiger, kleine und mittlere Server | Große Server mit vielen Plugins |
Carbon bezeichnet sich als modernes Framework, das Plugins mit maximaler Performance ausführen soll, und strebt volle Kompatibilität mit Oxide-Plugins an. In der Praxis laufen die meisten Oxide-Plugins unter Carbon ohne Anpassung. Einzelne Plugins mit sehr spezieller Logik können aber Probleme machen.
Unsere Empfehlung: Starte mit Oxide, wenn du deinen ersten modded Server aufsetzt. Die Dokumentation ist umfangreich, fast jedes Plugin nennt Oxide als Ziel, und bei Fragen findest du schnell Hilfe. Ein Wechsel zu Carbon lohnt sich, wenn dein Server mit vielen Plugins und vollem Spielerslot an seine CPU-Grenze stößt.
Wie du Oxide installierst, hängt davon ab, wie du deinen Server betreibst.
Bei den meisten Gameserver-Angeboten wählst du das Framework im Control Panel aus oder installierst es über einen Addon-Bereich. Danach startest du den Server einmal neu. Beim Start legt Oxide die Ordnerstruktur automatisch an. Prüfe in der Live-Konsole, ob beim Hochfahren Zeilen mit „Oxide“ oder „uMod“ erscheinen. Fehlen sie, ist das Framework nicht aktiv.
Betreibst du Rust selbst über SteamCMD, gehst du so vor:
RustDedicated liegt.RustDedicated_Data.oxide mit den Unterordnern plugins, config, data, lang und logs.Wichtig: Jedes Rust-Update per SteamCMD überschreibt die angepassten Dateien wieder. Installiere Oxide deshalb nach jedem Server-Update neu. Viele Betreiber bauen das direkt in ihr Update-Skript ein: erst SteamCMD, dann Oxide entpacken, dann starten.
Carbon installierst du nach demselben Prinzip: Release herunterladen, ins Serververzeichnis entpacken, Server starten. Danach findest du den Ordner carbon mit eigenem Plugin-Verzeichnis. Wechselst du von Oxide zu Carbon, kopierst du Plugins und Konfigurationen in die neue Struktur und testest jedes Plugin einzeln.
Ist das Framework aktiv, ist die eigentliche Installation schnell erledigt.
.cs-Datei von uMod oder einem seriösen Marktplatz herunter. Achte darauf, wann das Plugin zuletzt aktualisiert wurde.oxide/plugins.oxide/config. Dort stellst du Werte wie Raten, Cooldowns oder Texte ein.Diese Ordner solltest du kennen:
| Ordner | Inhalt | Backup nötig? |
|---|---|---|
oxide/plugins |
Plugin-Dateien (.cs) |
Ja |
oxide/config |
Einstellungen der Plugins | Ja, unbedingt |
oxide/data |
Spielerdaten, z. B. Homes, Kits, Statistiken | Ja, unbedingt |
oxide/lang |
Texte und Übersetzungen | Bei eigenen Anpassungen |
oxide/logs |
Protokolle und Fehlermeldungen | Nein, aber zur Fehlersuche hilfreich |
Der häufigste Grund, warum ein frisch installiertes Plugin „nicht funktioniert“, sind fehlende Rechte. Viele Plugins sind standardmäßig nur für Admins oder gar nicht nutzbar, bis du die Berechtigung erteilst. Das geht über die Server-Konsole, per RCON oder im Chat, zum Beispiel mit oxide.grant, wie in der Plugin-Dokumentation auf uMod beschrieben:
oxide.grant user SpielerName pluginname.use
oxide.grant group default pluginname.use
oxide.grant group admin pluginname.admin
Die erste Zeile gibt einem einzelnen Spieler das Recht, die zweite allen Spielern über die Standardgruppe default. Die genauen Namen der Berechtigungen stehen immer auf der Seite des jeweiligen Plugins. Eigene Gruppen legst du mit oxide.group add vip an und fügst Spieler mit oxide.usergroup add SpielerName vip hinzu. So baust du zum Beispiel VIP- oder Moderatoren-Ränge auf, ohne jedem Spieler einzeln Rechte zu geben.
Damit du diese Befehle im Spiel ausführen darfst, muss dein Account Owner- oder Moderator-Status haben. Den setzt du in der Serverkonsole mit ownerid <SteamID64> "Name" und speicherst ihn mit server.writecfg.
Änderst du eine Datei in oxide/config, übernimmt das Plugin die Werte erst nach einem Neuladen:
oxide.reload PluginName
Mit oxide.unload PluginName deaktivierst du ein Plugin vorübergehend, mit oxide.load PluginName aktivierst du es wieder. Unter Carbon heißen die Befehle c.reload, c.unload und c.load.
Ein Tipp aus der Praxis: Prüfe JSON-Dateien vor dem Neuladen auf Syntaxfehler. Ein vergessenes Komma reicht, damit das Plugin seine Konfiguration verwirft oder nicht startet. Ein Editor mit JSON-Hervorhebung erspart dir viel Sucherei.
Welche Mods auf deinen Server gehören, hängt vom Konzept ab. Ein 2x-Server für Gelegenheitsspieler braucht andere Plugins als ein Vanilla-plus-Server oder ein PvE-Projekt. Diese Kategorien sind für fast jeden modded Server sinnvoll:
| Kategorie | Wofür | Beispiel |
|---|---|---|
| Loot und Gather | Raten für Ressourcen und Kisteninhalte anpassen | BetterLoot steuert Loot, Abbau und Ressourcen-Spawns aus einem Plugin |
| Komfort | Stack-Größen, Ofen-Splitter, Sortier-Buttons für Kisten | Stack-Size- und Furnace-Splitter-Plugins |
| Admin-Werkzeuge | Unsichtbar beobachten, Spieler prüfen, Fehlverhalten belegen | Logger protokolliert Chat, Befehle, Respawns und Crafting |
| Teleport und Homes | Heimpunkte setzen, Teleport-Anfragen zwischen Spielern | Teleport-Plugins mit Cooldowns |
| Community | Statistiken auf der Website, Clans, Belohnungen | WordPress Bridge zeigt Spieler- und Serverdaten auf deiner WordPress-Seite |
| Sprache | Item-Namen und Texte übersetzen | Die Rust Translation API liefert Übersetzungen für Items und Objekte an andere Plugins |
Weniger ist am Anfang mehr. Starte mit fünf bis zehn Plugins, die zu deinem Konzept passen, und erweitere schrittweise. So erkennst du sofort, welches Plugin einen Fehler oder Lags verursacht.
Achte außerdem auf die Einordnung deines Servers: Ändern deine Plugins das Gameplay deutlich, etwa durch erhöhte Gather-Raten oder Kits, gehört der Server in die Kategorie „Modded“ im Server-Browser. Prüfe dazu die aktuellen Richtlinien von Facepunch für Community-Server.
Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern was die Plugins tun. Ein Plugin, das nur einen Chatbefehl bereitstellt, kostet kaum Leistung. Ein Plugin, das bei jedem Schadensereignis oder jeder Item-Bewegung rechnet, belastet den Server dagegen bei jedem Gefecht.
Darauf solltest du achten:
Fehlersuche gelingt am besten mit dem Ausschlussprinzip: Entlade verdächtige Plugins einzeln mit oxide.unload, beobachte die Werte und lade sie wieder. Betreibst du einen großen Server mit vielen Plugins, ist an diesem Punkt auch der Wechsel zu Carbon oder auf stärkere Hardware eine Überlegung wert.
Wer selbst Plugins schreiben möchte, findet im Rust-Wiki eine Übersicht der Modding-Tools, etwa Visual Studio Community als Entwicklungsumgebung. Für eigene Projekte lohnt sich ein separater Test-Server, auf dem du neuen Code ausprobierst, bevor er live geht.
Rust wird regelmäßig aktualisiert, und jedes größere Update kann Plugins brechen. Nach einem Update passiert typischerweise Folgendes: Rust aktualisiert sich, das Framework ist veraltet, und der Server startet ohne Plugins oder mit Fehlermeldungen. Die Reihenfolge ist deshalb immer gleich:
oxide/config, oxide/data und oxide/plugins anlegen.Beim Wipe löschst du Map- und gegebenenfalls Blueprint-Daten, nicht aber deine Plugin-Konfiguration. Manche Plugins speichern jedoch Daten, die an die alte Map gebunden sind, etwa Homes oder Positionen. Diese Datendateien solltest du beim Wipe gezielt zurücksetzen, sonst teleportieren sich Spieler an Koordinaten, die auf der neuen Map im Wasser liegen.
Den Datenordner deiner Plugins solltest du nie ohne Sicherung anfassen. Darin stecken Kits, Ränge, Statistiken und andere Spielerdaten, die deine Community über Monate aufgebaut hat.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Plugin erscheint nicht in der Konsole | Framework nicht installiert oder nach Update überschrieben | Oxide bzw. Carbon neu installieren |
| „Failed to compile“ | Plugin veraltet oder fehlende Abhängigkeit | Update suchen, benötigte Plugins installieren |
| Befehl funktioniert nur für Admins | Berechtigung fehlt | oxide.grant group default <permission> |
| Einstellungen werden ignoriert | JSON-Fehler oder kein Neuladen | Datei prüfen, oxide.reload PluginName |
| Server laggt nach neuem Plugin | Rechenintensive Hooks | Plugin entladen, Alternative testen |
Viele Plugins setzen andere Plugins voraus, zum Beispiel für Oberflächen oder Bild-Bibliotheken. Lies deshalb vor der Installation den Abschnitt zu Abhängigkeiten auf der Plugin-Seite.
Wir sehen bei Rust-Servern immer wieder dasselbe Muster: Der Start mit zwanzig Plugins auf einmal endet häufig in einer langen Fehlersuche. Erfolgreiche Communities gehen anders vor. Sie definieren zuerst ihr Konzept, wählen wenige Plugins, die genau dazu passen, und bauen dann aus, wenn die Spieler es wünschen.
Genauso wichtig wie die Plugins ist die Grundlage darunter. Ein modded Server, der bei jedem Raid einbricht, verliert Spieler schneller als einer ohne Komfortfunktionen. Deshalb setzen wir bei unseren Gameservern auf NVMe-SSDs, inklusive DDoS-Schutz und automatische Backups, damit deine Konfiguration und Spielerdaten nach einem missglückten Update nicht verloren sind. Und wenn ein Plugin nach einem Update streikt, hilft dir unser Team direkt weiter, statt dich an ein anonymes Ticketsystem zu verweisen.
Unser Rat: Teste neue Plugins außerhalb der Hauptspielzeiten, sichere vorher deine Daten und behalte die Server-FPS im Blick. Dann bleiben Mods das, was sie sein sollen: der Grund, warum Spieler gerade auf deinen Server zurückkommen.
— Erik
Wenn du einen Rust-Server mit Plugins aufbauen willst, findest du Rust-Gameserver ab 14,99 € im Monat bei uns, gehostet in einem deutschen Rechenzentrum, DSGVO-konform und mit DDoS-Schutz ohne Aufpreis. Wie wir modbare Spiele allgemein unterstützen, zeigt die Übersicht zu Gameservern mit Mods und Plugins. Planst du ein großes Projekt mit vielen Plugins oder mehreren Servern, ist ein dedizierter Root-Server für Gameserver die passende Basis. Teilst du dir die Kosten mit deinem Clan, hilft dir die Seite zu Gameservern mit Freunden.
Du betreibst auch andere Survival-Spiele? Unsere Anleitungen zum DayZ-Server von SteamCMD bis Mods und zum Conan-Exiles-Server mit Mods folgen demselben Prinzip.
Nein. Rust-Plugins laufen ausschließlich auf dem Server. Spieler verbinden sich mit dem normalen Spiel-Client, alle Änderungen kommen vom Server. Nur Bilder oder Oberflächen, die Plugins einblenden, werden beim Spielen automatisch übertragen.
uMod ist die Plattform und die Weiterentwicklung des Projekts, Oxide ist der Name des Frameworks, das auf Rust-Servern läuft. Im Alltag werden beide Begriffe meist gleichbedeutend verwendet. Die Plugins findest du auf uMod, installiert werden sie in den Ordner oxide/plugins.
In den meisten Fällen ja, denn Carbon ist auf Kompatibilität mit Oxide-Plugins ausgelegt. Du legst sie in carbon/plugins statt in oxide/plugins. Teste nach dem Wechsel trotzdem jedes Plugin einzeln, bevor du den Server für deine Community öffnest.
Ein Rust-Update überschreibt die Dateien des Frameworks oder macht die installierte Version inkompatibel. Installiere die aktuelle Version von Oxide oder Carbon neu und starte den Server. Zeigt ein Plugin danach weiter Fehler, braucht es selbst ein Update vom Entwickler.